Wenn ich Leute betrachte, die Push Hands praktizieren, sehe ich oft Folgendes: Entweder sie benutzen Kraft und Widerstand. Was nicht Taiji ist, und sie letztlich auch zu Fall bringt. Oder sie sind vielleicht entspannt, sind aber schnell.
Sie benutzen Geschwindigkeit. Sie sind schneller.
Taiji bewegt sich jedoch auf einer ganz anderen Ebene. Auf einer Ebene, wo keine Zeit existiert. Auf einer Ebene, wo Harmonie ist, wo sich Yin und Yang um Gleichgewicht befinden, in einem dynamischen Austausch. Wenn Push Hands-Praktizierende es also schaffen in sich Taiji zu sein, ist alles in Ordnung – egal, wie viel Kraft und Widerstand der Partner anwendet.
Taiji, wenn es angewandt wird, ist sehr schnell. Das heisst, die Schläge sind peitschenartig schnell.
Taiji in der Verteidigung ist zeitfrei. Egal, wie schnell jemand angreift, ich muss mich nicht beeilen. Ich muss nicht gleich schnell sein. Ich muss nicht schneller sein.
Wir bewegen uns ausserhalb von Zeit, ausserhalb von Raum. Denn diese zwei Dimensionen gehören zusammen. Taiji ermöglicht uns, aus diesen Dimensionen auszusteigen, und doch in ihnen zu wirken.
Ich muss nicht schnell sein, weil ich mich nicht im Raum bewege. Und doch hat mein Handeln, oder besser gesagt mein Zulassen, eine konkrete Auswirkung auf die manifeste Realität.
Nun, wie übt man das? Man öffnetsich dafür, und fallt dann hinein. Es ist ein Durchbruch. Ein Durchbruch ins Taiji. In die Dimension, wo Harmonie ausserhalb von Raum und Zeit existieren.
Man kann es also üben, indem man sich von Anfang an nicht der Illusion hingibt, man müsse Geschwindigkeit trainieren, man müsse schneller sein. Sondern sich von Anfang an der Quelle öffnet. Ihr vertraut.